Ausflug zu den Maya-Ruinen von Lamanai

Landestypische Busse

 

Die Tempelanlage Lamanai liegt mitten im Regenwald im Landesinneren Belizes. Daher fährt man zunächst etwa 90 km mit dem Bus, um dann in ein Boot umzusteigen. Die Busse sind – was eine beschönigende Umschreibung ist – „landestypisch“; beim TÜV hätten sie wohl kaum eine Chance. Ein Berufskraftfahrer berichtete abends beim Essen, dass bei einzelnen Bussen Radmuttern teilweise fehlten und beim Reifen die Karkasse schon sichtbar wurde.

Die Asphaltstraßen befanden sich in einem ordentlichen Zustand.

Mit dem Schnellboot über den New River

 

Nach der gut einstündigen Busfahrt ging es dann mit Schnellbooten auf dem New River weiter nach Lamanai. Die Boote haben teilweise 400 PS und erreichen damit Geschwindigkeiten um die 50 km/h. Die über 40 km lange Strecke bis Lamanai wird in etwa einer Stunde zurückgelegt.

Obwohl es in Belize viele exotische Tiere und rund 500 Vogelarten gibt, sieht man während der Bootsfahrt hiervon fast nichts. Vermutlich verscheuchen die lauten Motoren auch das letzte Krokodil.

Die rasante Bootsfahrt ist ein kleines Abenteuer. Wenn z. B. über die von entgegenkommenden Booten verursachten Wellen gefahren wird, gibt es durchaus spürbare Erschütterungen; Touristen mit Rückenleiden ist daher die Fahrt nicht unbedingt zu empfehlen. 

Regen im Regenwald

 

Außerdem muss man berücksichtigen, dass die Fahrt durch den Regenwald geht, in dem es plötzlich teilweise zwar nur für kurze Zeit, aber dafür umso heftiger regnen kann. Wenn das Boot mit etwa 50 km/h durch den Regen fährt, wird man völlig durchnässt; ein normaler Anorak bringt nichts. Daher sollte unbedingt ein stabiler Regenponcho mitgenommene werden. In unserer Reisegruppe dürften fast alle bis auf die Unterwäsche für den Rest des Tages ziemlich durchnässt gewesen sein. 

Moskitos

 

Spätestens bei Ankunft in Lamanai sollte man sich ordentlich mit Mückenschutzmitteln einreiben, da einen die Moskitos schon nach kurzer Zeit umschwirren. Angenehmer sind da schon einzelne Brüllaffen, die die Touristen aus der Höhe beobachten.

Über 20.000 Einwohner in Lamanai?

 

Spätestens bei Ankunft in Lamanai sollte man sich ordentlich mit Mückenschutzmitteln einreiben, da einen die Moskitos schon nach kurzer Zeit umschwirren. Angenehmer sind da schon einzelne Brüllaffen, die die Touristen aus der Höhe beobachten.

In Lamanai sollen die Mayas über 3.000 Jahre gelebt haben. Um 700 nach Christus soll Lamanai über 20.000 Einwohner gehabt haben.

Jaguar Tempel - Hoher Tempel - Maskentempel

 

Besucht werden drei ausgegrabene Maya-Tempel, die an einem befestigten Rundgang liegen: der Jaguar Tempel, der Hohe Tempel und der Mask Tempel. Der Hohe Tempel kann erklommen werden. Allerdings nicht mehr von vorne über die Steintreppen, sondern über eine seitlich angebrachte neue Holztreppe. Von oben hat man dann einen schönen Ausblick über den Regenwald. 

Eine kurze Anmerkung zum Schluss:

 

Auch wenn man weiß, was einen bei einem Ausflug nach Lamanai erwartet (u. a. insgesamt mindestens 2-stündige Busfahrt und ebenfalls 2-stündige Fahrt mit einem Speedboot, bei der man völlig durchnässt werden kann), ist die Tempelsiedlung ein lohnendes Ausflugsziel. Wir haben den Ausflug – ganz entgegen unserer Gewohnheit – ausnahmsweise auf dem Schiff gebucht und nicht individuell organisiert. Angesichts der kurzen Liegezeit und der relativ langen Fahrzeiten, die sich auf fast fünf Stunden summierten, sowie dem etwas aufwendigen Tendern sahen wir die Gefahr, das Schiff zu verpassen, und befürchteten, dass der Ausflug mit dem ständigen Blick zur Uhr stressig werden könnte. Auch berichteten Mitreisende, die zum wiederholten Mal die Karibik bereisten, dass die AIDA schon einmal eine Stunde auf sie, die den Ausflug über AIDA gebucht hatten, wartete, weil das Schnellboot auf der Rückfahrt einen Schaden hatte. Obgleich wir gleich nach dem Ankern als erste über das Personaltreppenhaus zu den Tenderbooten geleitet wurden, erreichten wir bei der Rückkehr gerade noch das vorletzte Tenderboot zum Schiff; Shopping oder ein Cocktail am Hafen von Belize City mussten entfallen.

Mitreisende, die den Ausflug über eine lokale Agentur gebucht hatten, waren wesentlich früher zurück. Sie berichteten, dass ihr Guide sehr darauf geachtet habe, dass die Zeiten eingehalten werden. An diesem Tag sind alle rechtzeitig auf dem Schiff zurück gewesen. Im Internet habe ich keine Berichte von Ausflüglern gelesen, die ihrem davonfahrenden Kreuzfahrtschiff vom Hafen in Belize City aus nachsahen.

Im Übrigen sollte man bei einem Ausflug nach Lamanai über ein paar Englischkenntnisse verfügen. Die Guides der örtlichen Anbieter sprechen angeblich ausschließlich Englisch. Die vier Busse von AIDA wurden von einer AIDA-Mitarbeiterin begleitet, die sehr gut die Ausführungen des heimischen Reiseführers übersetzen konnte. In den anderen Reisegruppen gab es nur Erläuterungen auf Englisch.

Stand: Dezember 2014

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