Singapur auf eigene Faust

 

Singapur auf eigene Faust

 

Singapur kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln wunderbar auf eigene Faust erkundet werden, zumal Singapur ein sehr kleines Land ist und viele Sehenswürdigkeiten nicht weit voneinander entfernt sind. Auch muss für so manche Attraktion kein Eintritt zahlen.

Die Stadt ist sehr sicher. Alle öffentlichen Plätze werden - was bei manchem sicher auch ein gewisses Unbehagen verursacht - von unzähligen Kameras überwacht.

Merlion
Merlion

Gut und günstig Essen im Hawker

 

Die Lebenshaltungskosten sind in Singapur sehr hoch. Gleichwohl kann man in der Stadt äußerst preiswert und gut in einem Hawker, einem Gebäude mit einer Vielzahl von Essensständen, speisen. Schon ab 5 SG-$ gibt es an so manchem Stand gute Speisen aus den verschiedenen asiatischen Küchen.

Besonders beliebt bei Einheimischer ist der mitten zwischen den Hochhäusern in der Nähe vom Merlion im Financial Districts gelegene Hawker Lau Pa Sat. Hier werden insbesondere am Abend Speisen angeboten. Dann werden auch angrenzende Straßen für den Verkehr gesperrt und auf ihnen Tische und Bänke aufgebaut.

Einen Überblick über Hawker in Singapur finden Sie hier. Lesenswert ist auch der Artikel "Schlemmertour mit Johann Lafer".

Chinatown

 

Sehenswert ist sicherlich Chinatown. Vom Terminal Harbourfront fährt die violette Linie der Metro (Linie 7 in Richtung Punggol) nach Chinatown. Dort kann man in das quirlige geschäftige Leben eintauchen und die zahlreichen Küchen bestaunen. Man kann den Eindruck gewinnen, dass Chinesen fast den ganzen Tag essen können. 

Chan's Straßenküche

 

In Chinatown finden Sie auch Mr. Chan's Straßenküche, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Chan's Spezialität ist das (Hongkong-)Huhn mit Soja und Reis. Das kleine, spartanisch eingerichtete Restaurant befindet sich in der 78 Smith Street, Singapur 058972. Es ist teilweise völlig überlaufen, so dass sich auf der Straße lange Schlangen bilden. Bei unserem letzten Besuch in Singapur konnten wir ohne langes Warten das wirklich sehr schmackhafte und saftige Hähnchen für 5 SG-$ genießen.

In Chinatown liegt auch an der South Bridge Road der hinduistische Tempel Sri Mariamman, der besichtigt werden kann.

Von dort kann man ein paar 100 Meter zum Clarke Quay gehen. Dabei kommt man an zahlreichen neueren Hochhäusern vorbei, deren Architektur sich dadurch auszeichnet, dass Pflanzen und Bäume auch in oberen Etagen das Erscheinungsbild auflockern. Damit soll zur Absenkung der Temperatur in der Stadt beigetragen werden. Da der Platz für Grünflächen um die Gebäude oftmals fehlt, werden die Gebäude selbst mit Grünpflanzen und Bäumen bepflanzt.

Am Clarke Quay gibt es noch zahlreiche alte Gebäude, in denen Restaurants mit Außenterrassen betrieben werden. Hier kann man gut und relativ preiswert essen. Die Preise für Alkohol liegen allerdings deutlich über denen in Deutschland. 

Bumboat vor der Skyline von Singapur
Bumboat vor der Skyline von Singapur

Bootsfahrt mit dem Bumboat

 

Empfehlenswert ist auch eine Bootsfahrt mit den mit Elektromotor betriebenen Bumboats. Der Preis beträgt 25 Singapur-$. Die etwa 45-minütige Fahrt führt u. a. vorbei an alten Warenhäusern und dem Melion. Von der Marina Bay hat man einen phantastischen Ausblick auf die Skyline, das Marina Bay Sands Hotel und das Riesenrad.

Interessant ist auch ein Besuch in Little India, das sich deutlich von Chinatown unterscheidet. Es gibt wesentlich weniger Restaurants, in denen dann auch die Speisen häufig nicht mit Besteck oder Stäbchen gegessen werden, sondern mit den Fingern der rechten Hand.

Gardens by the Bay

 

Auch die beeindruckenden Grünanlagen in Gardens by the Bay lohnen einen Abstecher. Die Metrostation Bayfront befindet sich direkt am Eingang des Parks.

Der Park selbst kostet keinen Eintritt. Will man jedoch eine der Attraktionen besichtigen (z. B. Flower Dome oder Cloud Forest), muss Eintritt gezahlt werden. Die Parkanlage ist recht großflächig (rund 100 ha). Ein Shuttle, der beliebig oft genutzt werden kann, bringt einen vom Eingang zum Flower Dome (Preis: 3 Singapur-$/Person).

Garden Rhapsody

 

Sehenswert ist auch die Illumination der stählernen begrünten Bäume jeweils abends um 6:45 Uhr und um 7:45 Uhr. Dann erscheinen die "Bäume" zu klassischer Musik - während unseres Aufenthaltes zu Melodien aus Carmen von Georges Bizet - etwa 15 Minuten lang in wechselnden Farben.

Wer die Illumination aus nächster Nähe vom OCBC Skywalk aus sehen will, zahlt 8 SG-$; ansonsten muss für den Besuch der Parkanlage kein Eintritt entrichtet werden.

Marina Bay Sands 

 

Zum Abschluss empfiehlt sich noch ein Besuch im Hotel Marina Bay Sands. Im 1. und 3. Turm befinden sich in den obersten Etagen eine Aussichtsplattform und eine Bar, von der man einen fantastischen Rundumblick auf Singapur hat. Auch kann man von hier die Lasershow auf der Marina Bay sehen, die um 20 und 21.30 Uhr stattfindet.

 

Stadterkundung mit dem Rad

 

Gute Tipps erhält man auch bei einer Stadtrundfahrt in einer kleinen Gruppe mit dem Rad und einem einheimischen Guide. Wir haben einen Ausflug über Viator gebucht. Auf so einer Rundfahrt werden viele interessante Orte in der Stadt erkundet und u. a. Tipps gegeben, welche Attraktionen zu welcher Zeit besucht werden sollten oder wo sich die besten Rooftop-Bars in Singapur befinden.

Stand: Dezember 2019