
Semarang auf Java hat etwa 1,8 Millionen Einwohner. Täglich pendeln über eine Million Menschen zu ihren Arbeitsplätzen aus dem Umland in die Stadt, was zu chaotischen Straßenverhältnissen führt.

Semarang wird nur selten von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. In den Wintermonaten kommen durchschnittlich drei Schiffe. Daher sind Kreuzfahrttouristen eine Seltenheit in der Stadt. Die Bevölkerung winkt ihnen manchmal noch freundlich zu oder lässt sich auch gerne mit ihnen fotografieren.

Kreuzfahrtschiffe legen in Semarang am Samudera Pier an. Schon die Ankunft war bei uns ein kleines Abenteuer. Die ganze Pier stand unter Wasser. Der Versuch, den Hafen über einen Steg aus Palletten zu verlassen, wurde aufgegeben, da dies doch zu gefährlich erschien. Schließlich wurde die Gangway des Schiffes auf einem kleinen Podest abgesetzt, an den die Shuttlebusse durch das Wasser direkt heranfuhren, so dass man trockenen Fußes das Terminalgebäude erreichen konnte.
Ursächlich für die Überflutung des Hafengeländes bei Flut ist das unkontrollierte Abpumpen großer Mengen Grundwasser in der Stadt, wodurch sich der Boden um bis zu 15 cm im Jahr absenkt. Sowohl in weiteren Teilen der Stadt als auch an anderen Orten auf Java - z. B.in Jakarta - leidet die Bevölkerung unter dieser Entwicklung. Außerdem kann durch die Gezeiten besonderes Hochwasser entstehen. Im Jahr 2022 soll das Tiden-Hochwasser 2,10 m betragen haben.
Im Hafengebäude wurden wir freundlich von einer Folkloregruppe empfangen. Es gab einige kleine Geschäfte und recht schnelles kostenloses Wlan.
Innerhalb des eingezäunten Hafengeländes warteten die Busse für die auf dem Schiff gebuchten Ausflüge und zahlreiche Taxifahrer, die Rundfahrten anboten. Es hing - siehe Foto - eine große Tafel mit Taxipreisen aus. Über diese Fahrpreise konnte aber noch verhandelt werden. Entgegen anderslautenden Berichten in Foren gab es während unseres Aufenthaltes zahlreiche Taxen innerhalb und außerhalb des Hafengeländes.

Auch in Semarang werden von den Reedereien verschiedene Ausflüge angeboten. Wer aber einen Ausflug in kleineren Gruppen vorzieht und dabei oftmals auch Geld sparen möchte, sollte sich einmal die Angebote von GetYourGuide oder Viator ansehen. Wir haben eine Auswahl von Ausflugstipps zusammengestellt, die gerade für Gäste der Kreuzfahrtschiffe interessant sein könnten. Sie finden sie am Ende dieser Seite.
Wer Sehenswürdigkeiten in Semarang ansehen will,

Semarang verfügt über einige Sehenswürdigkeiten, von denen man etliche auf einem 4- bis 6-stündigen Ausflug besuchen kann.
Interessant ist zum Beispiel die Altstadt, die erst 2016 renoviert wurde. Die Straßen wurden neu gepflastert und die Beleuchtung ausgetauscht. Auch befindet sich hier die protestantische Kirche Gereja Blenduk aus dem Jahr 1753.

Sehenswert sind auch das sog. "Haus der 1.000 Türen" - der ehemalige Hauptsitz der niederländisch-ostindischen Eisenbahngesellschaft (Lawang Sewu Building).

Der Sam Poo Kong Temple in Semarang ist der älteste und außergewöhnlichste Tempel Indonesiens. Auf der Tempelanlage finden sich die Religionen von Buddhisten, Konfuzianern, Muslimen und Javanern wieder.

Kampung Pelangi war ursprünglich ein verfallenes Viertel in Semarang. Ab 2017 wurde es mit einem umfangreichen Farbanstrich zu einem sehenswerten künstlerischen Wohngebiet - zu einer Regenbogensiedlung - entwickelt.

Lohnenswert sind auch eine Fahrt zur Großen Moschee und dem unmittelbar daneben gelegenen 99 m hohen Asmaul Husna Tower. Die Fahrt mit dem Fahrstuhl auf den Turm soll für Erwachsene 10.000 IDR (etwa 0,50 €) und für Kinder 5.000 IDR kosten.
In der Nähe der Moschee befindet sich ein Markt, in dem u. a. nicht nur bunte Kleidung, sondern auch lokale Lebensmittel, Obst und Gewürze angeboten werden.
Ein kulturelles Highlight ist sicherlich die etwa 100 km von Semarang entfernte Borobudur Tempelanlage. Sie ist die größte buddhistische Tempelanlage und wurde 1991 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Straßenverhältnisse auf dem Weg nach Borobudur sind aber chaotisch. Mitreisende, die auf dem Schiff den Ausflug gebucht hatten, berichteten, dass die großen Busse, die von einer Polizeieskorte begleitet wurden, für die Hin- und Rückfahrt jeweils etwa 2,5 Stunden benötigt hätten.
Etliche Kreuzfahrer hatten den Ausflug über das Internet privat gebucht. Diese privaten Anbieter nutzten kleine Busse für lediglich 12 Fahrgäste. Auch sie wurden von einer Polizeieskorte begleitet, wobei die kleineren Busse in der Mitte der 2-spurigen Straße hinter dem Polizeifahrzeug herfuhren und auch größere Busse überholen konnten. Angeblich benötigten sie pro Strecke knapp eine Stunde weniger als die von der Reederei gecharterten Busse und hatten daher keine Probleme, rechtzeitig zurück zu sein.
Allerdings sollte man für die Fahrt, bei der nahezu ständig beschleunigt und gebremst würde, einen robusten Magen haben.
Grundsätzlich wird mit der indonesischen Währung, der Rupiah (IDR), gezahlt. 10.000 Rupiah entsprechen etwa 0,50 €.
Gelegentlich kann mit US-$, manchmal auch mit dem € gezahlt werden, dann aber zu ungünstigeren Kursen. Das Wechselgeld gibt es oftmals in Rupiah zurück.
Taxifahrer sollte man vor Fahrtantritt fragen, ob sie auch Fremdwährungen annehmen.
Indonesische Rupiah erhält man in einer kleinen Wechselstube im Terminal oder an zahlreichen ATM-Automaten in der Stadt.
Will man unterwegs Getränke oder etwas Obst kaufen, empfiehlt es sich, ein paar Rupiah einzutauschen.
Stand: überarbeitet November 2025
Stand: aktualisiert November 2025
In Semarang wird von den Leserinnen und Lesern dieser Seite am häufigsten folgender Ausflug von Viator gebucht:
"Semarang-Tour für Kreuzfahrtpassagiere*"
Angebote von Viator*
Sie werden bei den Ausflügen von Viator direkt am Hafen abgeholt.
Angebot von GetYourGuide*
Der Ausflug beginnt am Kreuzfahrthafen.
Hinweis: Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate Links. Kommt über einen solchen Link eine Buchung zustande, erhalten wir eine Provision. Ihnen entstehen dadurch keine Mehrkosten.
