Cartagena auf eigene Faust

Mit einem Taxi kann man sehr gut und für wenig Geld Cartagena auf eigene Faust erkunden. Gleich außerhalb des eingezäunten Hafengeländes warten zahlreiche Taxis, die Fahrten günstiger anbieten als ihre Kollegen innerhalb des Hafengeländes.

Wir wollten zunächst einige Orte außerhalb der Altstadt erkunden und uns anschließend die Altstadt ansehen. Da die meisten Fahrer offenkundig so gut wie kein Englisch sprechen, half bei der Vermittlung des Fahrers ein Agent mit guten Englischkenntnissen. Wir vereinbarten für die Rundfahrt, die in der Altstadt enden sollte und am Ende gut zwei Stunden dauerte, einen Fahrpreis von insgesamt 30 US-Dollar für 4 Personen.

Blick vom Kloster La Popa
Blick vom Kloster La Popa

Toller Blick vom Kloster La Popa

 

Zunächst ging es hinauf auf den Berg zum Kloster La Popa. Von hier hat man einen schönen Blick über die ganze Stadt. Man sieht u. a. den Hafen mit den Kreuzfahrtschiffen, die Festung, die Skyline der Halbinsel und die Altstadt. Busse dürfen nicht auf den Berg fahren. Daher bevölkern auch keine Massen von den Kreuzfahrtschiffen den Berg.

Auf dem Berg kann das Kloster besichtigt werden. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4 US-Dollar und für Kinder 3 US-Dollar.

San Felipe Kastell
San Felipe Kastell

San Felipe Kastell

 

Weiter ging es zum San Felipe Kastell aus dem 16. Jahrhundert. Die riesige Festung ist auch schon von außen beeindruckend. Hier waren inzwischen unzählige Busse von den drei großen im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffen eingetroffen. Vor den Kassen hatten sich lange Schlangen gebildet, weshalb wir auf eine Besichtigung des Kastells verzichtet.

Bocagrande

 

Um die Altstadt herum fuhren wir auf die der Stadt vorgelagerte Landzunge Bocagrande, die ein wenig an die Skyline von New York oder Dubai erinnert. Hier findet man zahlreiche Hotels und Geschäfte aber auch viele Wohnblöcke.

An dem unseres Erachtens allerdings nicht sehr schönen Strand mit Liegen, Duschen und Restaurants kann man baden oder sich in einer Strandbar erfrischen.

Altstadt

 

Schließlich ließen wir uns am Plaza De La Paz absetzen und gingen durch das Tor im Glockenturm in die Altstadt. Eine Begleitung durch den Taxifahrer hätte aufgrund der Verständigungsprobleme keinen Sinn gemacht.

Die Altstadt ist von einer massiven Festungsmauer umgeben. Die Kathedrale und die zahlreichen Paläste und Häuser aus der Kolonialzeit sind sehr gut erhalten und beeindrucken durch ihren andalusischen Stil mit verzierten Holzbalkonen und üppigem Blumenschmuck. Dazwischen gibt es vereinzelte Plätze oder kleine Grünanlagen, die Schatten spenden oder für eine kurze Erfrischungspause gut sind. Unzählige fliegende Händler versuchen Käufer zu finden, sind dabei aber nur selten aufdringlich. Gewöhnungsbedürftig sind eher die Touristenmassen, insbesondere von den Kreuzfahrtschiffen, die sich durch die Altstadt schlängeln. 

1984 wurde die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Zeitig zurück zum Schiff

 

Mit dem Taxi ging es dann für insgesamt 10 US-Dollar plus Trinkgeld zurück zum Schiff.

Für die Rückfahrt aus der Altstadt zum Terminal sollte nicht zu wenig Zeit eingeplant werden, da die Straßen ziemlich verstopft sind und der Weg zum Hafen über eine nur einspurige Brücke führt.

Einschließlich Trinkgeld hat uns der ganztägige Ausflug etwa 15 US-Dollar pro Person gekostet.

Stand: Februar 2018