
Martinique ist ein französisches Übersee-Département und damit ein voll integrierter Teil Frankreichs und der EU. Amtssprache ist Französisch. Offizielles Zahlungsmittel ist der EURO. Außerdem gilt fürs Telefonieren und Surfen im Internet EU-Roaming.
Kreuzfahrtschiffe legen an der Westküste der Insel in Fort-de-France an. Fort-de-France mit seinen annähernd 100.000 Einwohnern wurde im Jahr 1902 zur Hauptstadt Martiniques, nachdem im gleichen Jahr die bisherige Inselhauptstadt St. Pierre durch einen Vulkanausbruch völlig zerstört worden war.

In Fort-de-France gibt es zwei Terminals für Kreuzfahrtschiffe, an denen bis zu sechs Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen können.
Der meistgenutzte Kreuzfahrthafen, Pointe Simon, befindet sich mitten in der Stadt. Über einen langen, 2025 modernisierten Steg gelangen die Passagiere bequem an Land. Im Hafengebiet finden sich zahlreiche Souvenir- und Bekleidungsgeschäfte sowie eine größere Touristeninformation.
Von hier aus lässt sich die Stadt hervorragend zu Fuß erkunden.

Etwa 20 Minuten Fußweg von der Innenstadt entfernt liegt der Terminal Croisières, auch Quai des Tourelles genannt. Der Weg in die Stadt ist gut markiert.
Einige Shops, in denen man Souvenirs und Bekleidung kaufen kann, befinden sich im Hafengebäude.
Auch auf Martinique werden von den Reedereien verschiedene Ausflüge angeboten.
Wer aber einen Ausflug in kleineren Gruppen vorzieht und dabei oftmals auch Geld sparen möchte, sollte sich einmal die Angebote von Meine Landausflüge, GetYourGuide oder Viator ansehen. Wir haben eine Auswahl von Ausflugstipps zusammengestellt, die gerade für Gäste der Kreuzfahrtschiffe interessant sein könnten. Sie finden sie am Ende dieser Seite.

In der Nähe von Fort-de-France gibt es mehrere Strände, die sehr gut mit Fähren zu erreichen sind. Liegen und Schirme können oftmals gemietet werden. Teilweise sind sie sogar kostenfrei, wenn in dem angrenzenden Restaurant oder der Bar etwas bestellt wird.
Ca. 150 m entfernt vom Liegeplatz Pointe Simon legen die Fähren von Vedettes Tropicales an. Erwachsene zahlen für die Hin- und Rückfahrt 7 €, Kinder 5 €. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die Fähren fahren oftmals stündlich und bringen einen schon in 15 Minuten an den Strand. Fahrkarten müssen vor Fahrtantritt am Steg an einem Automaten gekauft werden, der auch auf Deutsch umgestellt werden kann. Gezahlt wird mit der Kreditkarte oder in bar.
Sehr beliebt sind auf Martinique auch Rundfahrten über die Insel.

Die auf einem Berg gelegene Sacré-Coeur de la Balata ist eine kleine Kopie der Sacré-Cœur von Paris. Sie wurde für die Flüchtlinge errichtet, die durch den Vulkanausbruch des Mont Pelee im Jahre 1902 aus ihren Häusern vertrieben wurden.
Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf Fort-de-France.

Ein besonders schöner Wasserfall auf Martinique ist der Saut du Gendarme. Obwohl er mitten im tropischen Regenwald liegt, ist er gut erreichbar.
In der Umgebung können Wanderungen unternommen werden.

Die ehemalige Inselhauptstadt St. Pierre wurde an Himmelfahrt, dem 8. Mai 1902, durch den Ausbruch des Vulkans Montagne Pelée völlig zerstört. Nur drei Personen sollen überlebt haben. Der Ausbruch ereignete sich, nachdem unmittelbar zuvor eine "wissenschaftliche Kommission" - bestehend aus dem Gouverneur, einem Lehrer und einem Apotheker - festgestellt hatte, dass die zu beobachtenden kleineren Eruptionen nichts zu bedeuten hätten und von dem Vulkan keine Gefahr ausgehen würde.
Die Ruinen des Theaters, in dem selbst der weiße Marmor im Foyer Brandflecken aufweist, und des angrenzenden Gefängnisses zeigen anschaulich, welche tödliche Hitzewelle über die Stadt gezogen sein muss und alles Leben in wenigen Sekunden vernichtet hat.

Üppige Regenwälder umgeben die Hänge des Schichtvulkans Montagne Pelée. Er wird ständig überwacht, da es seit 1902 immer wieder kleinere Eruptionen gab.
Gleichwohl ist die Umgebung des Vulkans bei Wanderern und Naturliebhabern sehr beliebt. Auch führen Wanderwege auf die Spitze des Vulkans.

Noch heute wird auf Martinique Zuckerrohr angebaut und in etlichen Destillerien zu Rum verarbeitet. Mehrere Destillerien bieten Führungen und Tastings an.
Eine organisierte Inselrundfahrt ist meist die bequemste Möglichkeit, Martinique kennenzulernen. Die Erkundung der Insel kann jedoch auch individuell erfolgen.
An den Kreuzfahrtterminals warten zahlreiche Taxis mit Taxameter, die auch Rundfahrten über die Insel anbieten. Die Fahrpreise auf Martinique liegen allerdings über dem Niveau vieler anderer Karibikinseln. Da die Insel regelmäßig von amerikanischen Kreuzfahrtschiffen angelaufen wird, stehen zudem häufig englischsprachige Fahrer zur Verfügung.
Eine weitere Möglichkeit sind die sogenannten „Taxis Collectifs“, Minibusse mit Platz für bis zu neun Personen. Sie verkehren auf nahezu der gesamten Insel, fahren jedoch nicht nach festen Fahrplänen. Kreuzfahrtgäste sollten daher ausreichend Zeit für die Rückfahrt einplanen, um das Schiff rechtzeitig zu erreichen.
Bis zum wohl bekanntesten Gebäude auf der Insel, der Schoelcher-Bibliothek, sind es vom Terminal nur etwa 1.000 Meter. Die Bibliothek wurde ursprünglich für die Expo 1889 in Paris als Pavillon der karibischen Kolonien errichtet und nach der Ausstellung nach Martinique gebracht. Gegenüber der Bibliothek befindet sich der „Place de la Savanne" mit dem Park und dem Standbild der auf der Insel geborenen französischen Kaiserin Josephine, der Ehefrau Napoleons.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der große Markt (Marché de Fort-de-France), die Kathedrale von Fort-de-France und die Festung Saint-Louis.
Weitere interessante Informationen über die Insel finden Sie hier.
Stand: Juni 2026
Stand: Juni 2026
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